Narges Saeedi untersucht aus schiitisch-islamischer Perspektive die theologischen Grundlagen einer Friedenstheologie, die Menschenwurde und Menschenrechte uber religiose Dogmen stellt. Mit innovativer hermeneutischer und philosophischer Methodik beleuchtet sie vier bedeutende Denker (Tabatabai, Javadi Amoli, Schabestari, Ghaemmaghami), die Vernunft, Freiheit und Naturprinzipien als ethische Basis der Scharia verstehen. Die Autorin zeigt, dass religiose Systeme sich an menschlichen Prinzipien orientieren und selbst traditionelle Quellen eine moderne Lesart der islamischen Theologie erlauben, die aktiv zu Weltfrieden und interreligiosem Dialog beitragen kann.