Die Ergebnisse polizeilicher Ermittlungen sind immer wieder Gegenstand medialer Berichterstattung und offentlicher Diskussionen. Vornehmlich geraten dabei Ermittlungsfehler in den Fokus, die unter Umstanden in einem Fehlurteil munden konnen. Damit einhergehend besteht die Gefahr einer Vielzahl nicht zu revidierender Folgen fur alle Beteiligten. Ermittlungsfehler konnen unter anderem auf kognitiven Wahrnehmungsverzerrungen der Ermittler beruhen. Kognitive Dissonanz und ihre Reduktion sind dabei mogliche Ausloser, die einen Erklarungsansatz fur eine (fehlerhafte) selektive Informationssuche der Ermittler bieten. Die Verfasserin untersucht dieses Phanomen unter Berucksichtigung rechtlicher und struktureller Besonderheiten.