Im vierten Band des Exerzitienhandbuches "Liebe", wird die geistige Nachfolge meditiert, gem ss der Wahl im dritten Band. Der Meditierende handelt nicht nur nach dem Intellekt, sondern h rt auf seine innere geistige F hrung. Dadurch kann er immer mehr zum Christus; dem Gesalbten werden. "Gesalbt" heisst geheiligt, sein irdisches Leben heiligen. Der Alltag wird nicht l nger vom nat rlichen berlebenstrieb, mit seiner "Auge um Auge, Zahn um Zahn-Methode" beherrscht. Achtsamkeit, Ethik, Liebe, Kreativit t bestimmen vermehrt das Handeln. Diese, durch die Nachfolge bewirkte Ver nderung kommt von innen, sie ist weder antrainiert noch aufgesetzt, und sie tr gt auch in schwierigen Lebenssituationen. Dieses Handbuch ist aus der Praxis entstanden und f r die Praxis gedacht. In freigeistiger Denkweise werden traditionelle religi se Werte mit modernen Vorstellungen vereint. Mit seiner Hilfe kann der Leser jeweils w hrend eines Monates, allein f r sich zu Hause, t glich meditieren. Das Handbuch erscheint in einer Serie von sechs B nden, welche alle in sich abgeschlossen sind, in ihrer Gesamtheit jedoch einen hilfreichen, inneren Prozess ausl sen. Die angebotenen Kontemplationen; "Ignatianischen Exerzitien im Alltag" (geistige bungen) sind eine kumenische Gottessuche. Die in Zeit, Ort und Thema sehr strukturiert Meditationsform entspricht in der Regel dem heutigen "kopflastigen" Abendl nder sehr. Durch gezielte Auswahl der Kontemplationsthemen wird, fast unmerklich, ein innerer Prozess in Gang gesetzt, der Widerst nde aufl st, damit die innere Kirche entstehen kann. Je mehr die ussere Kirche in der Gesellschaft stirbt, um so wichtiger ist es f r jeden Menschen, seine eigene innere Kirche zu haben. Damit der Heilige Geist (Gott) in ihr wohnen kann und als geistige Lebenskraft oder innerer Halt t glich zur Verf gung steht. Der Bau dieser inneren Kirche geschieht nach eigenem Plan, individuell ohne ussere Anbindung an irgendeine Konfession, Organisation, Guru oder Lehrer. Der innere Lehrer arbeitet mit jedem Menschen, sobald man ihn darum bittet. Die erzielten Resultate mit den Ignatianischen Exerzitien sind oft st rker und nachhaltiger als manche Therapie. Diese Exerzitien k nnen allein durchgef hrt werden, der Prozess ist jedoch deutlich fruchtbarer und nachhaltiger, wenn ein geistlicher Begleiter, mit einem einst ndigen monatlichen Begleitgespr ch, ber dem Weg wacht. Bei Problem- oder Krankheitsf llen ist die Begleitung durch eine geistliche Fachperson notwendig. Weshalb sollte man meditieren? In grossen und kleinen Lebenskrisen erf hrt der Mensch oft, dass ihm der innere Halt fehlt. Meditation ist keine intellektuelle Leistung, sie aktiviert den Geist und hilft die fehlende innere Kraft zu entwickeln. Sie stellt somit eine Vorsorge f r die psychische und k rperliche Gesundheit dar, welche in der heutigen hektischen Zeit zum einen eigentlich unverzichtbar, zum anderen fast unbezahlbar ist. Meditation bewirkt sogar bleibende Ver nderung im Gehirn wie US-amerikanische Forscher im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" berichten. "Die F higkeit der Meditation, Menschen im 'Hier und Jetzt' leben zu lassen, ist seit Tausenden von Jahren bekannt", sagt Erstautor Judson A. Brewer von der Yale University. Ebenso, dass sich das regelm ssige Meditieren positiv auf die Gesundheit auswirke: "Es hilft gegen Schmerzen, Depressionen und Angstst rungen, unterst tzt Raucher und andere S chtige beim Entzug und kann sogar Krankheiten wie der G rtelrose vorbeugen". Welche Ver nderungen im Gehirn hinter diesen Effekten st nden, sei aber bisher nur in Teilen gekl rt. Jetzt habe man festgestellt warum sich regelm ssig Meditierende auch im Alltagsleben besser auf eine aktuelle Situation oder Aufgabe konzentrieren k nnen und achtsamer sind." Ignatianische Exerzitien verbinden Meditation mit Gottessuche und sind deshalb noch segensreicher. Sie verst rken die Individualit tssuch