Angesichts der gegenwartigen Krisensituationen ist die Notwendigkeit begrundeter Entscheidungen unbestritten. 1784 ruft Immanuel Kant dazu auf, sich des eigenen Verstandes zu bedienen. Es war auch Kant, der die Erkenntnislehre revolutionierte und dessen Philosophie in andere philosophische, rechtsphilosophische und rechtswissenschaftliche Lehren einfliet. Der vorliegende Band vermittelt nicht nur einen Einblick in die Kantische Philosophie und die Rechtswissenschaft, sondern vor allem in die Diskurstheorie in Form der Transzendentalpragmatik und in die Lehre der juristischen Argumentation, um der Frage, ob und auf welche Weise Entscheidungen zu begrunden sind, naherzutreten. Begrundete Entscheidungen sind moglich, wenn hierfur -gema der (Diskurs-)Ethik und der Argumentationstheorien - an die Lebenswelt adaptierte Voraussetzungen geschaffen werden, womit sie sich dem Menschen nicht mehr als oktroyiert und willkurlich, sondern als selbstbestimmt und begrundet prasentieren.