Essay aus dem Jahr 2023 im Fachbereich Weltgeschichte - Fruhgeschichte, Antike, Note: 1,3, Otto-Friedrich-Universitat Bamberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Dieses Essay soll die Frage beantworten, inwiefern Octavian seinen Machtanspruch durch die Motive seiner Munzpragung legitimiert und dabei speziell deren Vielfaltigkeit aufzeigen. Das Augenmerk liegt hierbei auf der Zeit vor dem Prinzipat. Die Ermordung des Gaius Julius Caesar an den Iden des Marz 44 v. Chr. wird bis heute als eines der bedeutendsten historischen Ereignisse angesehen. Doch aus gegenwartiger Sicht ist eindeutig festzustellen, dass die Intention der Caesarmorder, eine romische Diktatur zu verhindern, nicht nachhaltig wirkte. Dies ist nicht zuletzt einem Mann zuzuschreiben, der nach der Ernennung zum Haupterben Caesars die Politik in Rom ma geblich gestaltete. Gaius Octavius, so sein Geburtsname, wurde als Caesars Gro neffe mit dreiviertel des Vermogens bedacht. Au erdem wurde er postum von Caesar als sein Sohn adoptiert, was zur Folge hatte, dass er in dessen Familie aufgenommen wurde und seinen Namen annehmen konnte. So geschah es, dass Gaius Octavius den Namen seines Gro onkels vollstandig annahm und sich von diesem Zeitpunkt an selbst nur Gaius Julius Caesar nannte. Den Hinweis auf seine Abstammung, der der romischen Tradition entsprechend mit dem Beinamen Octavianus gegeben werden sollte, lie er bewusst au en vor, um die politische Autoritat seines getoteten Gro onkels voll zu beanspruchen. Dennoch ist der Name Octavian in antiken Quellen sowie der modernen Literatur die gelaufige Bezeichnung fur Gaius Octavius in der Zeit nach Caesars Tod bis zu seiner Alleinherrschaft und wird auch hier fur diese Zeitspanne verwendet.