Wurde erst Lugdunum zum Fanal des gallischen Aufstandes, uberzog hernach Vesontio der Schatten des Schicksals... Weil das Fanal, indem es die Heere der Kontrahenten rief, seinen Zweck erfullte, geriet Vesontio in den Strudel der Ereignisse. Die Stadt der Sequaner, am Weg der Legionen aus Germania nach Lugdunum liegend, eine auerordentliche Lage zwischen dem Fluss Dubis und den Bergen der Jura anbietend, vom Fluss und einer festen Mauer geschutzt, mit einer starken bewaffneten Macht gerustet, stellte sich den heranziehenden Legionen in den Weg. Der Stamm der Sequaner, nicht unbetrachtliche Krieger fur den gallischen Aufstand und zur Verteidigung der Stadt aufbietend, schlitterte in eine Bedrohung seiner Existenz. Der Zug der feindlichen Heere nach Vesontio wurde zu einem Wettlauf um die fur einen Sieg gunstigere Position. Waren die romischen Legionen aus Germania, weil sie den Weg nach Lugdunum bestimmten, im Vorteil? Oder kannten die Sequaner das Gelande so gut, dass dies ihnen eine Uberlegenheit uber Roms Heer versprach? Welche Rolle spielten die nach der Macht strebenden Fursten Galliens und wieso stellte sich der Statthalter Roms in der Lugdunensis an die Spitze des Aufstandes? Warum erwuchs ihm, im Furst der Sequaner, ein Gegner um die Macht in einem Imperium Gallicum? Verginius Rufus, Statthalter des Exercitus Germania Superior, war mit der halben Heermacht vom Rhenus berufen, die Gallier zuruck unter die Herrschaft Roms zu zwingen. Wer wurde den Wettlauf nach Vesontio gewinnen, Rom oder die Gallier... Vor Lugdunum bahnten sich im Lager der Aufstandischen Veranderungen an, die sich in Differenzen zwischen dem Feldherrn und den gallischen Fursten au erten. Unterschiedliche Ziele manifestierten sich in Blocken und einzelne Fursten muhten sich um Machtgewinn und Dominanzen der Beeinflussung. Um der Belagerung Lugdunums, der Perle Roms in Gallien, ein Ende setzen zu konnen, bedurfte es Roms Legionen aus Germania. Verginius Rufus, deren Feldherr, formierte seine Streitmacht und setzte diese in Marsch. Die Beteiligung des Stammes der Sequaner am Aufstand gab ihm den Grund, die Heerstra e entlang des Rhenus und durch das Gebiet der Sequaner zu nutzen. Folglich erlangte Vesontio, die Stadt der Sequaner, durch deren strategisch gunstige Lage eine besondere Bedeutung. Roms Legionen durften eine solche militarische Macht niemals im eigenen Rucken zurucklassen. Von den Feldherren beider Heeresverbande begriffen, begann ein Wettlauf um Vesontio, in den sich auch der Furst der Sequaner einmischte. Castius, die Schwache der Verteidigung seiner Stadt kennend, bemuhte sich erst erfolglos um Vindex, trieb dann die zwischen ihnen schwelende Feindschaft zum Ausbruch und spaltete die Einheit der Gallier, die daraufhin in zwei Heeresverbanden und auf unterschiedlichen Wegen, nach Vesontio zogen. Vindex Entschluss, die Unbotma igkeit der Sequaner und des Castius zu bezwingen, sandte einen Boten, der aber plotzlich eigene Entscheidungen traf und sich neben dem Sequaner einordnete. Aber auch Gerwin und dessen Gefahrten verfolgten die Entwicklungen und nahmen Einfluss. Des jungen Hermunduren Absicht, jeden bewaffneten Kampf zwischen den Galliern und den Legionen aus Germania zu vermeiden, aber trotzdem die Ablosung Kaiser Neros in Rom voranzutreiben, lie en ihn ein Wagnis eingehen. Ein Treffen fur eine Gemeinsamkeit anstrebend, wurde vom beginnenden Kampf beider Heermachte unterbrochen