Wie eine Demokratie krank gemacht wird, indem sie als siech, Geschwur oder Virus bezeichnet wird, kann man am Beispiel der Weimarer Republik ablesen. Dieses Buch nhert sich der Verbindung von Krankheit und Krise aus der Perspektive demokratischer Spitzenpolitiker Weimars, die zermrbt von republikfeindlichen Anfeindungen krankheitsbedingt ihr Amt aufgaben.Metaphern wie die des kranken Volkskrpers"e; fanden Verbreitung in zeitgenssischen Debatten ber Politik - bei Journalisten und Wirtschaftswissenschaftlern ebenso wie in Medizin, Psychologie oder Biologie. Dem Eindruck einer andauernden Krise der Demokratie wurde so Vorschub geleistet.Es zeigt sich, dass Krankheitsmetaphern wegen ihres gegen Moderne und Aufklrung gerichteten Bedeutungskerns und ihres Beitrags zu einer Verengung realer Handlungsoptionen fr ein Gemeinwesen problematisch, ja gefhrlich sind.