Julia Pastrana ist eine Affenfrau . Der geschaftstuchtige Manager Theodor Lent vermarktet ihre Hasslichkeit in seinen Freakshows und zerrt sie, die die Demutigungen still ertragt, ins Licht der Offentlichkeit. Der Schausteller schreckt vor nichts zuruck, damit seine Geldquelle munter weiter sprudelt, kauft die makellose Tanzerin Rosie La Belle, um seine Hauptattraktion Julia noch schauerlicher darzustellen. Doch die hasslichste Frau der Welt und die jugendliche Schonheit werden Vertraute, Freundinnen, teilen sie doch das gleiche traurige Los. Margrit Schriber erzahlt einfuhlsam und anschaulich von einer als Sensation missbrauchten Tierfrau , von Andersartigkeit, Ausbeutung und Abhangigkeit und zeichnet ein atmospharisch dichtes Bild der Schausteller- und Kunstlerwelt Mitte des 19. Jahrhunderts.