Die Genese Allāhs in Der Spätantike
Im Gegensatz zum monotheistischen Narrativ, das in der Islam- und Religionsforschung zu einer Art Standarderzahlung uber eine ‚monotheistische Existenz' Allahs vor dem Paleo-Islam geworden ist, legt das Buch anhand einer ausfuhrlichen religionshistorischen Untersuchung dar, dass das vormuhammadanische Appellativum ‚Allah' keine kultische Gottheit darstellte und keine monotheistische Tendenz aufwies. Vielmehr fungierte der Name als eine Art Signifikant ohne Signifikat, der keine kultischen Spuren hinterlie. Die Studie rekonstruiert und untersucht die Herausbildung des kultischen Allahs als einen langen synkretistischen Prozess der Verschiebung und Rekonfiguration der spatantiken polytheistischen und paganen Gegebenheiten. Der Schwerpunkt liegt auf zwei zentralen Voraussetzungen, die zur Genese Allahs beitrugen: dem Kultus und den Synkretisierungsprozessen mit den in der Spatantike weit verbreiteten Gotterepitheta und Gotternamen.
Die Genese Allahs erweist sich somit als Teil eines historisch bedingten Transformationsraums, in dem sich religiose Semantiken rekonfigurieren und in neue Bezugssysteme eintreten.
- Undertitel
- Zwischen Kultus Und Synkretisierungsprozessen
- Författare
- Hammoud Hamoud
- ISBN
- 9783119147927
- Språk
- tyska
- Vikt
- 848 gram
- Utgivningsdatum
- 2025-06-02
- Förlag
- De Gruyter
- Sidor
- 478

