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Das Zolibat - ein Fluch

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Priester, Theologen und Bischofe bekennen zunehmend, dass ein Groteil der Geistlichen das Zolibat nicht mehr befolgt. Sie verurteilen die Institution Kirche und ihren Umgang mit Priestern. Und weigern sich, die vom Vatikan auferlegte kirchliche Gesetz zu befolgen. Sie wollen ihr Privatleben nicht mehr geheim halten. Viele pladieren fur ein Aus des Pflichtzolibats. Immer mehr Stimmen richten sich gegen den Zolibat und sorgen fur Unruhe in der romisch-katholischen Kirche. Eine Umfrage unter Priestern, Glaubigen, Theologen und Bischofen aus acht Landern und von drei Kontinenten hat ergeben, dass ein Groteil der Geistlichen den Zolibat nicht mehr befolgt. Die Befragten verurteilen die Heuchelei der Kirche, die uber das Doppelleben von Priestern hinwegsieht und fur den Leidensweg ihrer Familien verantwortlich ist. Im Hintergrund werden Faden gezogen, um nicht noch mehr Priester zu verlieren: Betroffene berichten von Zwangsversetzungen, Ziehvatern, die Priesterkinder adoptieren, und Schweigegeld fur Mutter. Im Klerus werden indes die Auswirkungen der unmoralischen Vorgehensweisen spurbar: Immer mehr Priester verlassen ihr Amt und wollen ihr Privatleben nicht mehr geheim halten. In Osterreich leben etwa 350 Priester offen mit ihren Familien trotz der Gefahr, aus der Kirche ausgeschlossen zu werden. Und auch diejenigen, die bereits ausgeschlossen wurden, gehen weiterhin ihren Aufgaben in der Gemeinde nach. Teilweise werden Messen von Frauen gehalten. Auch in Deutschland bleibt die Kirche nicht untatig die Gesamtheit der deutschen Bischofe hat gegen den Willen Roms eine radikale Reform eingefuhrt: Laienpredigerinnen und -prediger konnen von nun an in der Kirche Gebete und Segen aussprechen. Dieser Ruf nach Veranderung sorgt fur eine Spaltung in der Kirche. Vom Vatikan enttauscht, verlassen progressive Priester ihre Amter, treten unabhangigen katholischen Gemeinden bei und haben dort die Moglichkeit, eine Familie zu grunden. Anfangs gab es solche Gemeinden vor allem in Afrika mittlerweile verbreiten sie sich auf der ganzen Welt. Um die leeren Reihen des Klerus erneut zu fullen, schrecken die Diozesen nicht davor zuruck, verheiratete Priester mit Kindern aus anderen christlichen Kirchen abzuwerben. Das Ganze fuhrt zu einer gewissen "e;existenziellen Schizophrenie"e; der Glaubigen und der Kirche, die sich laut Papst Franziskus bereits bei den Bischofen bemerkbar macht.

Författare
Walter Brendel
ISBN
9783966514224
Språk
tyska
Utgivningsdatum
2026-05-17