Lange bevor Griechen und Romer ihre Reiche errichteten, herrschten in Anatolien die Hethiter - ein Volk, das Schrift, Diplomatie und Religion auf erstaunliche Weise verband. Ihr Reich mit der Hauptstadt Hattusa war ein Zentrum politischer Macht, Handelsnetzwerke und kultureller Vielfalt im Schnittpunkt von Orient und Okzident. Doch trotz seiner Groe fiel es plotzlich - und verschwand fur Jahrtausende aus dem Gedachtnis. Dieses Buch fuhrt durch die archaologischen Entdeckungen, die das Bild dieser alten Zivilisation neu formen: von Keilschrifttafeln, die Friedensvertrage und Gottermythen enthullen, bis zu den Felsheiligtumern von Yazilikaya, in denen sich das Weltbild der Hethiter spiegelt. Im Zentrum steht die Frage, wie ein Volk so machtig und zugleich so verganglich sein konnte und was sein Erbe uns uber die fruhe Geschichte Eurasiens lehrt.