Studienarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Massenmedien allgemein, Note: 1,7, Universitat Regensburg, Veranstaltung: Medienethnogtraphie, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit geht der Frage nach, was man unter der Feldforschung versteht und dessen gangigste Methode der Teilnehmenden Beobachtung. Die Geschichte der Ethnographie, die eng mit dem Kolonialismus europaischer Staaten verknupft ist, bringt nochmals die Figur des Entdeckers hervor. William Halse Rivers Rivers, der 1889/99 an der Torres-Strait-Expedition teilgenommen hatte, erkannt dieses Problem und forderte 1913, dass kunftig fur ethnologische Untersuchungen stationare Feldforschung notwendig sei, um die Menschen dieser Gesellschaft und ihre Kultur naher kennen zu lernen und infolgedessen zu erforschen. Bronislaw Malinowski hat als erster diese Forderung ernst genommen und die sowohl theoretisch als auch praktisch umgesetzt. Mit der ersten stationaren Feldforschung 1915 bis 1918 auf den Trobriand-Inseln im Sudosten der Insel Neuguinea hat er die Teilnehmende Beobachtung geschaffen. Seither gilt sie als Standardmethode der Feldforschung. Er hat sie ausfuhrlich in seinem Buch Argonauts of the Western Pacific (1922) dargelegt Gegen Ende des 19.Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts werden journalistische Reportagen in Europa und in den USA publiziert und insbesondere Subkulturen oder Milieus werden dort genauer thematisiert. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kommt es zu einer Entwicklung im akademischen Feld: In der Ethnologie wird die Erforschung fremder Kulturen durch Ethnologen zum neuen Leitbild der Disziplin und lost somit den Lehnstuhlforscher des 19. Jahrhunderts als akademisches Berufsbild ab. Es entsteht die Idee, dass Ethnologie primitive Kulturen entdeckt und erforscht und auf diese Weise unter anderem die Entstehung von Zivi