Performance Art ist in jeder Hinsicht eine grenzuberschreitende Kunst: Die Grenzen zwischen den Kunsten, zwischen AkteurInnen und ZuschauerInnen, Kunst und Alltag verschwimmen. Gleichzeitig werden Konzepte von Korperlichkeit und Raumlichkeit radikal in Frage gestellt, Konventionen und vermeintliche Tabus gebrochen. Die dadurch entstehenden Irritationen und Unsicherheiten lenken den Blick auf das Dazwischen"e;, auf die Zwischenraume und Schwellenerfahrungen. Wie wird dieses Dazwischen"e; wahrgenommen? Kann eine asthetische Erfahrung als Schwellenerfahrung erlebt werden, die eine Transformation herbeifuhren kann? Und welches emanzipatorische Potenzial birgt dieser Transformationsprozess? Hat die Performance-Kunst das Potenzial, auf individueller und gesellschaftlicher Ebene Veranderung anzustoen?