In Nietzsches Geburt der Tragodie wird der apollinischen Kunst des Bildners die dionysische , unbildliche Kunst der Musik gegenubergestellt und beides auf Wagners Musikdrama bezogen. Die hieraus gewonnenen asthetischen Konfigurationen entfalten noch in der Zeit um 1900 bei Malern und Komponisten erhebliche Wirkung. Der vorliegende Band unternimmt einerseits den Versuch, Nietzsches und Wagners Ideen in ihrer Entwicklung des Mit- und Gegeneinanders sowie einige der daran geknupften Rezeptionsstrange historisch zu rekonstruieren, folgt aber andererseits auch dem Ziel, dies auf eine aktuelle Theorie und Praxis der Intermedialitat von Bild und Klang beziehbar zu machen.