Die qualitative Studie untersucht Wahrnehmungen und Erfahrungen von Religionslehrkraften mit un-/sichtbaren Behinderungen, hinterfragt gesellschaftliche Behinderungsbilder und analysiert die ihnen zugrunde liegenden Denk- und Handlungsstrukturen. Viele Behinderungen sind unsichtbar bzw. in ihrer Sichtbarkeit dynamisch und gehen mit komplexen Aushandlungs- und Kommunikationsprozessen einher. Ausgehend davon entwickelt Neumann eine Theorie des relationalen Ableismus als Idealisierung einer nichtbehinderten, leistungsfahigen Norm in vielfaltigen Beziehungsdimensionen und fragt nach befreiungstheologischen, intersektionalen und religionspadagogischen Implikationen fur einen ableismuskritischen Umgang mit Behinderung.