Der Begriff der Autoritat verortet sich im 20. Jahrhundert in einer komplexen Matrix zwischen zeitgeschichtlichem Problembewusstsein, konservativem Denken und politischer Theoriebildung. Drei Perspektiven kennzeichnen die Rede von Autoritat im 20. Jahrhundert: erstens die vermeintliche Krise einer vormals fraglosen Gultigkeit, zweitens der Versuch genealogischer Ruckversicherung durch Versatzstucke der Tradition und drittens die Behauptung, Autoritat konne als Grundbegriff politischer Theoriebildung und insbesondere demokratischer Ordnungen dienen. Der Sammelband analysiert das Konzept der Autoritat entsprechend entlang der drei Dimensionen der Krise, der Konstruktion und der Konjunktur. Der Band arbeitet dabei interdisziplinar: Vereint werden historische, literaturwissenschaftliche und philosophische Ansatze.