Abstrakte Gegenstandlichkeit zeigt im Rahmen einer Detailanalyse der spaten Texte Adalbert Stifters, wie die gesellschaftliche Realitat in diese Texte eingeht, trotz deren Artifizialitat. In Stifters Werk kommt der Gegenstandlichkeit eine zentrale Rolle zu, die in seinen Texten aus der zweiten Halfte der 1860er-Jahre zunehmend problematisch wird. Sie zeichnet sich durch die weitgehende Abwesenheit von Beschreibung aus, die sich teils zur bloen Aufzahlung von Namen und Begriffen steigert. Diese abstrakte gegenstandliche Ordnung geht aber nicht in einem innersprachlichen Netz der Signifikanten auf. Wenn auch nicht auf einen konkret abgebildeten Gegenstand, so verweist sie doch auf die Form gegenstandlicher Wahrnehmung. Diese Form der Wahrnehmung wiederum - hier bezieht sich die Arbeit etwa auf Theodor W. Adorno - ist vermittelt mit gesellschaftlicher Praxis.