In Debatten um Tierhaltung spielt die Frage nach den Anforderungen eine zentrale Rolle. Dabei sind nicht nur die rechtlichen Voraussetzungen, sondern auch die Bedurfnisse der Tiere von Bedeutung. Lara Schmidt untersucht vor diesem Hintergrund den Bedeutungsgehalt zweier wesentlicher Vorschriften des Tierschutzgesetzes unter Berucksichtigung ethologischer Erkenntnisse. Sie gibt einen Uberblick dazu exemplarisch anhand der verhaltensbiologischen Erkenntnisse zu Haushuhnern, bevor sie anschlieend eine rechtswissenschaftliche Durchdringung der zentralen Normelemente der 1, 2 Nr. 1 TierSchG vornimmt. Die Ergebnisse fuhren zu rechtspolitischen Uberlegungen, die eine Untersuchung weiterer Normen und eine Uberarbeitung tierschutzender Normen nahelegen.