Forderungen nach Wurde scheinen im Kontext der Pflege omniprasent. Meist sind es Negativschlagzeilen, welche auf Missstande und Handlungsbedarfe hinweisen. Zwischen Fachkraftemangel und Zeitdruck ist das Personal in seinem alltaglichen beruflichen Handeln dazu aufgefordert, Wurde in diesen Kontexten her- und sicherzustellen, wobei nicht selten auch die eigene Wurde unter Druck gerat. Dieses Buch macht die implizite Omniprasenz von Wurdefragen explizit. Es zeigt am Fall eines vollstationaren Pflegeheims die alltaglichen wurdebezogenen Handlungsprobleme ebenso auf wie die vielfaltigen mitunter widerspruchlichen Strategien, an der Wurde zu Pflegender, aber auch der eigenen Wurde zu arbeiten.