Trotz weitreichender Erkenntnisse uber die (pseudo)wissenschaftliche Gestalt des europaischen Rassismus ist die Relevanz der Philologie in dieser Frage bisher nicht systematisch erforscht worden. Wenn die Ursunde der modernen Anthropologie nach Claude Levi-Strauss die Vermengung biologischer Konzepte mit den sozialen und psychologischen Produktionen der verschiedenen Kulturen war, so besteht sie im Fall der Philologie in der Vermengung von sprachlichen, schriftsystemischen und textkulturellen Kategorien mit den kognitiven Potentialen der Sprecher/Schreiber verschiedener Kulturen. Dieses Buch geht der Herausbildung und der Entwicklung des rassenlogischen Diskurses im langen 19. Jahrhundert nach.