Der Wiederaufbau nach 1945 wird oft auf Marshallplan und Wirtschaftswunder reduziert - doch Archivdokumente, Zeitzeugenberichte und lokale Quellen zeigen komplexere Prozesse. Dieses Buch untersucht, wie Europa sich nicht nur materiell, sondern politisch, sozial und mental neu erfand. Es folgt verschiedenen Perspektiven: Trummerfrauen, die Infrastruktur wiederherstellten; Displaced Persons, die zwischen Lagern und neuen Heimaten pendelten; Burokraten, die Wahrungsreformen durchsetzten; Gewerkschafter, die Mitbestimmung erkampften; und Familien, die zwischen Verdrangung und Aufarbeitung schwankten. Basierend auf Verwaltungsakten, Tagebuchern, Fotografien und Statistiken rekonstruiert es, wie unterschiedlich Wiederaufbau in Ost- und Westeuropa verlief, wie Kalter Krieg die Entwicklung pragte, und wessen Stimmen in der offiziellen Erfolgsgeschichte uberhort wurden. Fur alle, die verstehen wollen, auf welchen Fundamenten das moderne Europa entstand.