Essay aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Philosophie - Sonstiges, Albert-Ludwigs-Universitat Freiburg (Philosophisches Seminar), Veranstaltung: Hauptseminar: "e;Sicherheit - Das unmogliche Versprechen. Philosophische Aspekte der Sicherheitsforschung"e;, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Coronakrise traf die Menschheit urplotzlich und stellt einen jeden vor Fragen an die Zukunft, die unserer momentanen Ungewissheit Ausdruck verleihen. Der gewohnte Trott des Alltages wich und riss die Menschen aus einer metaphorischen Blase. Man fragt sich uber die okonomischen Auswirkungen des Shutdowns, ob die Gesellschaft sich solidarisch weiterentwickelt, wie die rucksichtsvollen Aufrufe zum Zuhausebleiben scheinen lassen, oder sich die Gesellschaft im Egoismus auflost, wofur uns das Hamstern von Grundnahrungsmitteln wie besonders Nudeln zu Beginn der Krise ein Beispiel war. Aber auch in individuellen Fragen ist man mit groer Ungewissheit konfrontiert, ob man sobald noch Arbeit haben wird, die Beziehung den neuen prufenden Bedingungen standhalt, usw. Diese Gefuhle der Unsicherheit sind verlinkt mit einer Gewissheit der Zukunft, dass was Besitz in unserem Leben markiert, verlustig gehen kann. D.h. Unsicherheit ist wesentlich zukunftsorientiert inmitten einer Welt des Werdens und Vergehens, anders gesagt der Aufbau eines Lebens und der Raub jener Komponenten. Aber was lernen wir aus der Coronakrise uber Sicherheit und menschliches Dasein? In dem Zusammenhang beweist sich das Virus als ein erinnernder Impuls an eine Grundeigenschaft unseres Lebens, mit der sich arrangiert werden muss, wie im Folgenden dargestellt wird.