Familie Fantl geniet vor dem Zweiten Weltkrieg ein privilegiertes Leben. Sie sind Prager Deutsche der Bourgeoise, mit eigener Anwaltskanzlei, einem Modesalon, Privatschulunterricht und Chauffeur. Doch die Shoa loscht fast das gesamte Leben dieser judischen Familie aus. Nur drei von 67 Angehorigen uberleben Konzentrationslager und Todesmarsche. Jahrzehnte spater fuhrt der Fund eines Koffers in Ausschwitz das Leben der Journalistin Sarah Cohen-Fantl in eine unerwartete Richtung. Der Name darauf Zdenka Fantlova ist der ihrer Urgro mutter. Die Entdeckung lost eine tiefe Identitatskrise aus und fuhrt sie dazu, die Geschichte ihrer Familie neu zu hinterfragen und aus drei Perspektiven zu erzahlen. Dieses Buch ist eine generationenubergreifende Auseinandersetzung mit Trauma, Resilienz und judischer Identitat von Prag uber die Shoa bis ins heutige Europa und in ein Israel nach dem Massaker des 7. Oktobers 2023. Es ist eine Geschichte uber judische Identitat, die Notwendigkeit des Erinnerns und den Versuch, in einer Gesellschaft, die "e;Nie wieder"e; sagt, aber oft wegschaut, einen Platz zu finden.