Die Studie untersucht Formen des Widerstands akademischer Gruppen in Europa wahrend des Zweiten Weltkriegs. Sie rekonstruiert, wie sich Universitatsangehorige in Widerstandsgruppen organisierten, ihre kollektive Identitat bildeten, Strategien entwickelten und ihre Ziele in die Zukunft projizierten. Im Zentrum steht ihre besondere gesellschaftliche Rolle: Durch intellektuelle Ressourcen, institutionelle Sichtbarkeit und ein ausgepragtes Verantwortungsbewusstsein trugen sie Informationen zum Kriegsverlauf sowie Werte und Hoffnung auf Freiheit in breitere Schichten der Gesellschaft. Das Wort als Waffe"e; wurde zur zentralen Strategie - sichtbar in der Produktion und Verbreitung von Schriften. Der Widerstand war lokal, national und europaisch gerahmt. Anhand der Schriften der Gruppen und der von London aus verbreiteten Propaganda analysiert die Studie, wie und inwieweit die Idee von Europa den akademischen Widerstand pragte. Europa wurde zur Antwort auf die Krise des Krieges und zur Projektionsflache fur eine Zukunft, die auf Freiheit und Gerechtigkeit grundet.