Benjamins Denken spurt die Rhythmen auf, in denen geschichtliche Veranderungen stattfinden. Es gilt hierbei, die tektonische Kraft, die aufeinander stossende Weltalter erzeugen, in Begriffen und Bildern darzustellen. Diese Aufgabe stellt sich potenziert im Verhaltnis zum Gesetz. Konstituierte dieses den Massstab, der alle geschichtliche Veranderung relativierte, so ist es Kennzeichen der Moderne, dass die Bedingungen dieses Verhaltnisses analysiert, bzw. verworfen oder mit anderen Vorzeichen gedacht werden. Benjamin geht den Weisen nach, in denen Ordnungen der Moral und der Politik, der Zeit und der Wahrnehmung, der Kunst und der Sprache sich unter dem Zeichen der Moderne in bezug auf das Gesetz neu konfigurieren. Der Sammelband widmet sich Benjamins Analysen dieser Konfigurationen-