Die gegenwartige Verwendung des Begriffs der Verantwortung weist auf einen gravierenden Verlust hin. War und ist das Andere in der Antwort noch indirekt erkennbar, scheint es in der Selbstverantwortung vollstandig zu verschwinden. Das Selbst tritt an die erste Stelle.Die kritischen, psychoanalytischen und poststrukturalistischen Einschnitte des 20. Jahrhunderts drangen und fordern. Ohne an Radikalitat verloren zu haben, stoen sie uns weiterhin durch unsere Wirklichkeitsverstandnisse, gerade in Anbetracht aktueller Probleme von Subjekt und Gesellschaft. Es zwingt sich weiterhin ein Denken des Anderen auf - ein Denken im Antworten - im Sich-verantworten - im Ver-antwortet-werden - ein Denken, welches nicht in einer rein affirmativen Bewegung verbleibt und das Andere in einer imaginaren Schlieung verkennt. Dieses Buch versammelt verschiedenste kritische Beitrage, die diesem Drangen folgen und das Eigene eines Denkens des Anderen dafur selbst an die Grenzen zu fuhren versuchen.