Bachelorarbeit aus dem Jahr 2022 im Fachbereich Soziale Arbeit / Sozialarbeit, Hochschule RheinMain, Sprache: Deutsch, Abstract: Stationare Hilfen zur Erziehung durchziehen als in hohem Ma intervenierende Manahme einen Groteil des Alltags der Adressat*innen Sozialer Arbeit. Mit dem Lebensbewaltigungskonzept kann dabei der Aufbau von Ressourcen bei der Bewaltigung kritischer Lebenskonstellationen als Ziel Sozialer Arbeit formuliert werden. Daneben steht die Starkung der Adressat*innen mit der Neuerung des SGB VIII explizit im Vordergrund in der Durchfuhrung von Manahmen. Darauf aufbauend geht diese Ausarbeitung literaturbasiert der Frage nach, inwiefern VHT und Traumapadagogik in der Praxis stationarer Hilfen zur Erziehung zusammengedacht werden und im Sinne des genannten Ziels zusammenwirken konnen. Die Chance einer Kombination von VHT und traumasensibler Arbeit mit Kindern in stationaren HzE wurde in ihrem Beitrag zu gelingender Interaktion als Vorstufe zu korrigierenden Beziehungs- und Bindungserfahrungen herausgearbeitet, die als wirksamster Faktor stationarer HzE in der Wirkungsforschung beschrieben werden und durch die Mentalisierungstheorie theoretisch fundiert werden konnte. Als Grenze der Kombination aus VHT und traumasensiblen Arbeiten wurde dargestellt, dass beide Ansatze methodischen Handels nicht alle Aspekte kritischer Lebenskonstellationen zu unterstutzen vermogen.