Studienarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Franzosische Philologie - Linguistik, Note: 1,0, Albert-Ludwigs-Universitat Freiburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit befasst sich mit einem Sprachwandelsprozess, der Theorie der Grammatikalisierung. Sie beschreibt den Ubergang von einem freien, lexikalischen Morphem in ein gebundenes, grammatisches Morphem. Speziell sollen Prozess und Ergebnisse der Grammatikalisierung auf Morphemebene betrachtet werden. Ziel der Arbeit ist es, einen Uberblick uber Grammatikalisierung auf Morphemebene zu geben und anhand von Beispielen aus dem Franzosischen zu illustrieren, dass es ein Kontinuum zwischen freiem Lexem und gebundenem Grammem gibt. Das wird vor allem im Kapitel 3.2. Prafigierung deutlich, da es sich bei den Beispielen hier um modernere Phanomene der Grammatikalisierung handelt, bei denen die Einordnung an der Grammatikalisierungsskala einer genaueren Analyse bedarf. Sprache unterliegt einem standigen Wandel. Dieser ist darauf zuruckzufuhren, dass wir Sprecher einerseits so okonomisch wie moglich kommunizieren mochten (Theorie der economie linguistique), andererseits aber auch innovativ die Sprache neu gestalten, indem wir unser Inventar der Ausdrucksmoglichkeiten erweitern. Betrachtet man Sprachwandel sowohl synchron als auch diachron, kann man unterschiedliche Prozesse entdecken.