Das 11. und 12. Jahrhundert ist eine Zeit christlich-judischer Begegnungen. Literarisch haben christliche Theologen diesen Austausch in sogenannten Kontroversdialogen verarbeitet. Diese Gattung gibt daruber Auskunft, wie ihre Autoren ihr christliches Selbstverstandnis im Angesicht des Anderen verstanden und verstanden haben wollten. Die Monographie legt dar, wie Gilbert Crispin und Petrus Alfonsi als zwei prominente Vertreter in ihren Kontroversdialogen den personlichen Kontakt mit Menschen judischen Glaubens sowie jenem der sogenannten Sarazener:innen, die Aufnahme der ratio in die Theologie im Rahmen der fruhscholastischen Entwicklungen, die Frage nach der Konversion zum christlichen Glauben und die Bedeutung des nicht-christlichen Anderen fur das eigene christliche Selbstverstandnis prasentieren.