Masterarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Padagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik, Note: 1,0, Padagogische Hochschule Karlsruhe (Institut fur Biologie und Schulgartenentwicklung), Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Arbeit wurden Herausforderungen, Wunsche und Bedurfnisse diabetischer Schulkinder, ihrer Lehrkrafte sowie weiterer padagogischer Expert*innen (Schulleitungen, Schulamtsmitarbeitende) erforscht sowie Manahmen fur eine Lehrkraftefortbildung zu Diabetes bei Schulkindern aus den Ergebnissen abgeleitet. Dazu wurden 49 Personen in einem Leitfaden-Interview befragt. Aus den Ergebnissen der Untersuchung wurden verschiedene Manahmen fur eine entsprechende Lehrkraftefortbildung abgeleitet. Die Lebensphasen der Kindheit und Jugend werden haufig mit Gesundheit, chronische Erkrankungen dagegen mit Alter assoziiert. Epidemiologische Daten, welche bei Kindern und Jugendlichen in den letzten Jahren erhoben wurden, zeigen jedoch ein anderes Bild. Durch die medizinischen Fortschritte in den letzten Jahrzehnten steigt die Zahl der chronisch kranken Kinder und Jugendlichen. Grund dafur ist, dass Erkrankungen wie Diabetes, die fruher unweigerlich zum Tode fuhrten, heute zwar nicht heilbar, jedoch gut behandelbar sind. So gehen neuere Schatzungen davon aus, dass etwa 7% aller Schuler*innen chronisch somatische oder psychische Krankheiten aufweisen mit steigender Tendenz. Eine an Schulen besonders haufig anzutreffende Erkrankung stellt der Diabetes mellitus Typ 1 dar: Die Pravalenz und Inzidenz dieser Krankheit steigt stetig weiter an, sodass sie die haufigste Stoffwechselerkrankung im Kindesalter mit bis zu 17.400 betroffenen Kindern unter 14 Jahren darstellt. Kinder in diesem Alter verbringen einen Gro teil ihrer Zeit in der Schule, die damit eine zentrale Rolle in ihrem Leben und zugleich einen sozialen Fixpunkt darstellt. Wie in allen anderen Lebensbereichen, stellt die Krankheit auch im sozialen Umfeld Schule einen standigen Begleiter dar und bringt Probleme und Hurden mit sich. Dennoch wurde bislang die Perspektive diabetischer Kinder in der Schule nie gezielt empirisch beleuchtet, sodass die Frage, welchen Umgang sich diese Kinder durch ihre Lehrkrafte in der Schule wunschen und ob es dabei Unterschiede zwischen Schuler*innen der Sekundarstufe und jenen in der Primarstufe gibt, unbeantwortet bleibt.