Eine heruntergekommene Ansiedlung in Sudostungarn. Keine Arbeit, keine Hoffnung, keine Zukunft. Ringsum Verfall, von stromendem Oktoberregen in tiefe Trostlosigkeit getaucht. Nur eine Handvoll Menschen sind geblieben und warten auf ein Wunder, das ihr Los zum Besseren wenden konnte. Eines Tages kommt einer und verheit Erlosung: Irimias, ein ehemaliger Dorfbewohner mit dem Charisma eines Propheten. Er verspricht anderswo einen neuen Anfang, Arbeit und ein besseres Leben. Die Dorfbewohner konnen sich der Suggestionskraft seiner Verheiungen nicht entziehen, wenngleich sie ahnen, da sie wie schon so oft in ihr Ungluck rennen werden. Und richtig, Irimias ist ein Gaukler und Gauner, der, seinerseits den Zwangen eines ubermachtigen Systems ausgeliefert, Spitzeldienste fur die Polizei verrichtet. Wahrend aus dem Mund eines Irren Warnlaute erklingen und ratselhaftes Glockengelaut das Dorf erzittern lat, tanzen dessen Bewohner zur Feier ihrer bevorstehenden Befreiung in der Kneipe einen infernalischen nachtlichen Tango... Eine Parabel uber das Versagen von Ideologien, uber Indoktrination und Manipulation, uber politische Horigkeit und Spitzelwesen, uber die Macht von Worten und das Ungluck der Zeit.