Gase, Ultraschall und Radiowellen - die Werke des amerikanischen Konzeptkunstlers Robert Barry zeichnen sich durch einen eigenwilligen Materialgebrauch, Unsichtbarkeit und Unbestimmbarkeit aus. Die monographische Studie zu Robert Barry als einem der zentralen Vertreter der New Yorker Konzeptkunst der 1960er Jahre setzt bei der Materialitat dieser Werke an. Entgegen Auffassungen einer entmaterialisierten Konzeptkunst folgt die Untersuchung von einer minimalistisch gepragten Malerei bis hin zu sprachlich formulierten Werken der wechselseitigen Bedingtheit von Material und Konzept. Im Kontext zeitgenossischer Theorien und Kontroversen liest die Autorin diese als kritische Auseinandersetzung mit einem modernistischen Kunstverstandnis und als Reflexion von Visualitat und Objekthaftigkeit, des Verhaltnisses von Sprache, Material und Wahrnehmung und der Erscheinungsformen von Kunst.