Die EU setzt sich fur strengere Vorschriften zur Verhutung von Umweltverschmutzungen durch Seeschiffe ein und erachtet internationale Bemuhungen oft als unzureichend. Wenn sie in der Konsequenz eigene regionale Vorschriften erlasst und dabei von international vereinbarten Standards abweicht, fordert sie die Grenzen des Volkerrechts heraus. Drei Fallstudien, die akademische Analyse und praktische Perspektive vereinen, zeigen auf, wie das EU-Recht zur Verhutung von Umweltverschmutzungen durch Seeschiffe mit dem Volkerrecht kollidieren kann. Indem sie es vermeidet, dessen Vereinbarkeit und mogliche Konflikte mit dem Volkerrecht angemessen zu adressieren, gefahrdet die EU ihre Glaubwurdigkeit als globale Akteurin und die Legitimitat ihrer Gesetzgebung.