Die Jugendarbeit im Deutschen Roten Kreuz begann bereits um 1900. Mitte der zwanziger Jahre formierte sich dann, angeregt durch ahnliche Bestrebungen in Australien, Nordamerika und einigen europaischen Landern, ein eigenstandiges Jugendrotkreuz. Nach dem Debakel des Ersten Weltkriegs bot es der Jugend Sinngebung und Orientierung, und es diente fur Deutschland auch als ein Medium zur Integration in die Weltgemeinschaft, insbesondere uber die neu geschaffene Liga der Rotkreuzgesellschaften. Umso fataler war dann die Gleichschaltung und baldige Abschaffung der Rotkreuzjugend durch das nationalsozialistische Regime. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte die Jugendarbeit im Verband erfolgreich wieder aufgebaut werden, in unterschiedlicher Auspragung in Ost und West. Annahernd funfzig Zeitzeuginnen und Zeitzeugen erzahlen in diesem Buch von ihren Werdegangen, die sie schon fruh ins Rote Kreuz gefuhrt haben, wo sie dann ihrerseits in die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen eingebunden waren. Sie alle haben diese einmalige Institution miterlebt und mitgestaltet, die sich im Ruckblick zugleich als ein Spiegel der jeweiligen Zeit erweist. Mit diesem Buch leisten sie einen Beitrag zum hundertsten Geburtstag des Deutschen Jugendrotkreuzes