Essay aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Soziale Arbeit / Sozialarbeit, Note: 1,0, Akkon-Hochschule fur Humanwissenschaften, Sprache: Deutsch, Abstract: Seit der zunehmenden Popularisierung des Neoliberalismus in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts sind alle Bereiche der wirtschaftlichen und sozialen Interaktion okonomischen Paradigmen und Statuten unterworfen worden. In diesem Zuge ist auch die Soziale Arbeit immer mehr unter die Einflussnahme der (Markt-) Wirtschaft und seine Mechanismen geraten. Aus einer ursprunglich dem Menschen verpflichteten Profession, dessen primare Aufgabe es ist, Hilfe und Unterstutzung anzubieten, ist ein den marktwirtschaftlichen Gesetzma igkeiten untergeordneter Arbeitsbereich geworden. Mittlerweile wundert sich kaum jemand, wenn uber Kunden und Produkte gesprochen wird, wenn in Wirklichkeit in Not geratene Menschen gemeint sind, denen eigentlich mit Hilfe professioneller und empathischer Mitarbeiter des Sektors der Sozialen Arbeit Hilfestellungen angeboten werden soll. Dieser Paradigmenwechsel fuhrte zwangslaufig auch zur Umsetzung eines Qualitatsmanagements, der eng mit dem Begriff des New Public Management korreliert und sich insbesondere in der Abanderung des 78 SGB VIII widerspiegelt. Damit ist die Soziale Arbeit zu einem rein kapitalistischen Markt geworden, dessen negative Auswirkungen ganz evident sind und in dem es in der Hauptsache Verlierer gibt angefangen bei den sog. Kunden uber die einzelnen Organisationen bis hin zu den Mitarbeitern, die unter dem wettbewerblichen Preisdiktat auch im akademischen Vergleich ein Gehalt im unteren Drittel beziehen und immer fraglicheren Arbeitsbedingungen entgegenblicken.