Studienarbeit aus dem Jahr 2021 im Fachbereich Philosophie - Praktische (Ethik, Asthetik, Kultur, Natur, Recht, ...), Note: 1,3, Universitat Bielefeld, Sprache: Deutsch, Abstract: Es soll in dieser Arbeit untersucht werden, ob positive Diskriminierung im Allgemeinen und das Frauenforderungsgesetz des Landes NRW im Besonderen moralisch zulassige oder gegebenenfalls gebotene Mittel zur Bekampfung von Diskriminierung sind. Es ist von immenser Bedeutung, Missstande zu benennen und Strategien zu finden, um dagegen vorzugehen. Die Benennung der Benachteiligung des weiblichen Geschlechts ist der erste Schritt, systematische Unterdruckung von Frauen zu durchbrechen. Genauso wichtig ist es jedoch auch, diese Strategien und Ma nahmen wiederholt zu uberprufen. Wer aus ethischen Grunden nach Gleichberechtigung strebt, muss seine Ma nahmen auch auf ethische Zulassigkeit untersuchen. Der erste Teil der Arbeit widmet sich der terminologischen Klarung. Darauffolgend wird die Frauenforderung im offentlichen Dienst in NRW dargestellt und ihre Intention herausgearbeitet. Es soll ein grundlegendes Verstandnis fur die Notwendigkeit von Frauenforderung generiert werden, welches fur die spatere moralische Beurteilung wichtig ist. Zudem soll anhand eines Gerichtsurteils bezuglich des FFGs die Kontroverse der positiven Diskriminierung eingeleitet werden. Im Anschluss wird der philosophische Kern der Ausgangsfrage untersucht und Argumente fur und gegen Ma nahmen der positiven Diskriminierung erortert und gegeneinander aufgewogen. Der Bezug zu der Ma nahme des FFGs bleibt wahrend der Argumentation bestehen. Schlie lich wird die Arbeit resumiert, um beantworten zu konnen, ob positive Diskriminierung im Allgemeinen moralisch zulassig, unzulassig oder sogar notwendig ist.