Die intellektuelle Offenheit und die Popularkultur der Weimarer Republik entsprechen ihren allgemeinen Tendenzen der Demokratisierung. Das asthetische Monopol des Bildungsburgertums wird in Frage gestellt, denn die Massen fordern Emanzipation und Partizipation.Neue tendenziell egalitare Unterhaltungsgenres wie der Rundfunk wenden sich an die Massen als Kulturadressaten und dringen in die uberkommenen Kunstformen vor. Es entstehen Diskurse, die um die Topoi der Mechanisierung, der Reproduzierbarkeit und der Masse angesiedelt sind. Neben den Avantgardebewegungen werden jene Phanomene in den Blick geruckt, die von Kunst- und Filmgeschichte bislang als trivial, populistisch oder kitschig ausgeblendet wurden, die aber vielfach die Bilder lieferten, die das kollektive Bildwissen der Zeit pragten.