Philipp Otto Runge war - neben Caspar David Friedrich - nicht nur der bedeutendste deutsche Maler der Fruhromantik, sondern auch einer der vielseitigsten Kunstler des 19. Jahrhunderts, ein Individuum, wie selten geboren"e;, wie Goethe sich uber ihn auerte. Seine Briefe werden in dieser kritischen Ausgabe vorgelegt und kommentiert. Die vorliegenden Bande bieten erstmals alle Briefzeugnisse und stellen die im Autograf erhaltenen Quellen textkritisch nach Magabe editionswissenschaftlicher Kriterien vor. Damit ersetzt diese Edition auch die von K. F. Degner 1940 unter volkischen Vorzeichen publizierte Ausgabe Philipp Otto Runge. Briefe in der Urfassung, die aufgrund von Unstimmigkeiten und Lesefehlern die Briefe keineswegs in der buchstabengetreuen Verfassung abdruckt. Runges eigenwillige Orthografie, Zeichensetzung und Grammatik wurde beibehalten und nicht, wie in den Editionen von H. v. Maltzahn, K. Privat, H. Gartner und P. Betthausen modernisiert oder stillschweigend korrigiert, um seinen charakteristischen, spontanen Briefstil zu dokumentieren. Skizzen wurden berucksichtigt, erstmals wurden auch Mitteilungen anderer Briefschreiber, die sich auf demselben Bogen befinden, transkribiert und aufgenommen.