Philipp Otto Runge war - neben Caspar David Friedrich - nicht nur der bedeutendste deutsche Maler der Fruhromantik, sondern auch einer der vielseitigsten Kunstler des 19. Jahrhunderts, ein Individuum, wie selten geboren"e;, wie Goethe sich uber ihn auerte. Seine Briefe, Schriften und auch kunstvollen Marchen werden in dieser kritischen Ausgabe vorgelegt und kommentiert. Die Ausgabe beginnt mit dem Briefband 1795-1803 und dem dazu gehorigen Kommentarband. Dokumentiert wird Runges Kontakt mit einer Vielzahl seiner bedeutendsten Zeitgenossen: Ludwig Tieck, Clemens Brentano, Johann Wolfgang von Goethe, Caspar David Friedrich sowie August von Klinkowstrom, um nur einige wenige zu nennen. Die vorliegenden Bande bieten erstmals alle Briefzeugnisse und stellen die im Autograf erhaltenen Quellen textkritisch nach Magabe editionswissenschaftlichen Kriterien vor. Damit ersetzt diese Edition auch die von K. F. Degner 1940 unter volkischen Vorzeichen publizierte Ausgabe Philipp Otto Runge. Briefe in der Urfassung, die aufgrund von Unstimmigkeiten und Lesefehlern die Briefe keineswegs in der buchstabengetreuen Verfassung abdruckt. Runges eigenwillige Orthografie, Zeichensetzung und Grammatik wurde beibehalten und nicht, wie in den Editionen von H. v. Maltzahn, K. Privat, H. Gartner und P. Betthausen modernisiert oder stillschweigend korrigiert, um seinen charakteristischen, spontanen Briefstil zu dokumentieren. Skizzen wurden berucksichtigt, erstmals wurden auch Mitteilungen anderer Briefschreiber, die sich auf demselben Bogen befinden, transkribiert und aufgenommen.