Bachelorarbeit aus dem Jahr 2021 im Fachbereich Medizin - Sonstiges, Note: 1,3, Fliedner Fachhochschule Dusseldorf, Veranstaltung: Padagogik fur den Rettungsdienst, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Beruf der Notfallsanitater_Innen ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einer Professionalisierung des Rettungsdienstes, welcher gleichzeitig mit einem groen Kompetenz- und Verantwortungsgewinn verbunden ist. In diesem Rahmen sind die Notfallsanitater_Innen verpflichtet, eigenverantwortlich invasive Manahmen durchzufuhren, wodurch auch die Gefahr aufkommen kann, die Patientensicherheit mit den neuen Moglichkeiten zu gefahrden. Durch diese Literaturarbeit mochte der Autor den Nutzen eines Critical Incident Reporting System identifizieren und eine Verbindung zur praklinischen Patientensicherheit bei der Behandlung durch Notfallsanitater_Innen herstellen. Dabei steht der padagogische Lernansatz mit einer offenen Fehlerkultur im Vordergrund. Bei dieser integrativen Literaturarbeit ist eine Recherche internationaler Literatur durchgefuhrt worden. Der Ausschluss von Studien wird mittels Prisma Flow Diagramm dargestellt. Mit Hilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Elo und Kyngas (2008) wurden die Studien offen kodiert, in Kategorien eingeteilt und induktiv abstrahiert. Abschlie end wurde die Studienqualitat anhand von Dixon-Woods (2006) auf ihre Gute hin beurteilt. Es konnten 15 Publikationen identifiziert werden. Hier stellten 12 einen direkten Bezug zur praklinischen Versorgung dar. Die Studien legen nahe, dass das Personal in knapp ? aller Falle fur vermeidbare, fehlerhafte Handlungen verantwortlich ist. Ein anonymes Critical Incident Reporting System hilft Fehlermuster und -ursachen aufzudecken, sowie organisatorische Sicherheitsrisiken festzustellen. Der Autor regt an, dass eine offene Fehlerkultur eingefuhrt und gelebt werden musste, um Lern- und Losungsansatze zu suchen und das Name-Blame-Shame-Paradigma zu beenden. Ein anonymes Fehlermeldesystem kann organisatorische Schwachstellen aufzeigen, woraus sich Chancen fur ein bisher ungenutztes Verbesserungspotential ergeben. Kommunikation und Umgang mit Medikamenten sind Fehlerschwerpunkte, die sich mit Aus- und Fortbildung verhindern lassen. Ein offener Umgang mit Fehlern kann die Patientensicherheit steigern.