Bachelorarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Jura - Offentliches Recht / Sonstiges, Note: 1,7, Universitat Siegen, Sprache: Deutsch, Abstract: In der folgenden Abschlussarbeit geht es um die offentlich-rechtliche Sicht von Online-Glucksspielen. Insbesondere wird gepruft, ob das Totalverbot aus 4 Abs. 4 GluStV gerechtfertigt ist. Um dies herauszufinden, muss der GluStV hinsichtlich seiner Koharenz analysiert werden und eine Verhaltnismaigkeitsprufung des Internetverbots durchgefuhrt werden. Durch die Digitalisierung haben sich viele Bereiche der Wirtschaft verandert. Insbesondere im Bereich des Glucksspielmarkts gab es viele Fortschritte. Es sind unzahlige neuer Glucksspielarten entstanden. Auch die Vermittlung und der Vertrieb von Glucksspielen hat sich weiterentwickelt. Online-Glucksspiele erlangen in den letzten Jahren immer mehr an Beliebtheit. Insbesondere die Anzahl der Nutzer von Online-Casinos und Online-Sportwetten ist rapide angestiegen. Durch den steigenden Marktanteil von Online-Glucksspielen in der Glucksspielbranche befassen sich mittlerweile auch die EU und ihre Mitgliedstaaten mit den rechtlichen Aspekten von Online-Glucksspiel. In den letzten zehn Jahren ist der Umsatz der weltweiten Online-Glucksspielindustrie von 15 Milliarden Euro auf rund 40 Milliarden Euro gestiegen. Dies ergibt ein Wachstum in Hohe von mehr als 10 % jahrlich. Einer der Hauptakteure fur diesen extremen Wachstum sind die Burger der Europaischen Union. Der Anteil an Online-Glucksspielanbieter am europaischen Glucksspielmarkt betragt ca. 15 %. Die Halfte aller globalen Anbieter haben ihren Sitz in der EU. Insbesondere weil immer mehr Mitgliedstaaten angefangen haben dieses Marktsegment zu liberalisieren, wie bspw. Danemark und Gro britannien. Auch nach Deutschland haben die Glucksspielanbieter einen Weg gefunden. Jedoch sind diese nicht in allen Bundeslandern zulassig, wie es regelma ig in den Fernsehwerbungen von zahlreichen Anbietern erwahnt wird. Am Ende des Spots folgt immer der Satz "e;Dieses Angebot gilt nur fur Spieler aus Schleswig-Holstein"e;. Der Grund fur diese Formulierung sind Lizenzen, die 2012 durch das Bundesland Schleswig-Holstein im Alleingang verteilt worden sind. Diese Lizenzen wurden im Marz 2019 verlangert und sind bis Sommer 2021 gultig. Dies wurde durch die anderen Bundeslander geduldet, da noch keine umfassende Glucksspielreform stattgefunden hatte. Deshalb ist es weiterhin moglich, als deutscher Staatsburger auf das Angebot von Online-Glucksspielen zuzugreifen.