Neunzig Tage klingen machbar. Und trotzdem scheitern viele Menschen nicht am ersten Tag, sondern irgendwo in der Mitte - wenn die anfangliche Energie nachlasst, der Alltag zuruckkommt und die Frage leiser wird, warum man eigentlich angefangen hat. Selbstdisziplin fuhlt sich dann nicht wie Starke an, sondern wie ein weiterer Beweis dafur, dass man nicht durchhalt. Neunzig Tage radikale Selbstdisziplin erkundet, was hinter dem Scheitern an eigenen Vorsatzen wirklich steckt nicht mangelnde Willenskraft, sondern oft tiefere Muster der Selbstsabotage, des inneren Konflikts zwischen Veranderungswunsch und dem Bedurfnis nach Sicherheit und das stille Missverhaltnis zwischen dem, was man sich vornimmt, und dem, was man wirklich bereit ist zu tragen. Es untersucht, warum Disziplin so oft mit Harte verwechselt wird und warum gerade diese Verwechslung so viele Versuche zum Scheitern bringt. Das Buch bietet keine Challenge-Plane oder Tagesprogramme. Es ladt ein, die eigene Beziehung zu Bestandigkeit, Selbsterwartung und dem Unterschied zwischen echter Entschlossenheit und kurzlebigem Enthusiasmus ehrlich zu betrachten mit der Frage: Was wurde sich verandern, wenn Disziplin nicht Harte bedeutete, sondern Treue zu dir selbst?