Vom Werben um die eigene FrauSeit funfzig Jahren sind sie verheiratet. Dann geht er weg, nach Indien. Sie reist ihm nach, besorgt und wutend. Er: Viktor Goll, genannt Vigo, Leiter einer Denkfabrik fur Abrustung. Sie: Terese Weiler, Kinder- und Jugendtherapeutin. Was sie teilen, ist fast nur noch das Gefuhl, aus dem andern jeweils das Schlechteste herauszuholen. Sollen sie zusammen alt werden? Die Frage ist plotzlich unausweichlich. Gehen oder bleiben? In Indien wei Terese, dass sie Vigo verlassen muss. Als er um eine letzte Chance bittet, antwortet sie: Was du tun kannst, damit ich zuruckkomme? Von dir absehen. Einmal im Leben. Worauf Vigo einen Roman zu schreiben beginnt, erzahlt aus der Sicht seiner Frau, ihre ganze gemeinsame Geschichte. Bodo Kirchhoff legt seine Karten als Autor eines epischen Liebes- und Lebensromans offen: mit der Suggestion, der Beobachtungsgabe und stilistischen Meisterschaft seines Erzahlens. So brillant wie der reife Bodo Kirchhoff konnen nur wenige uber das Wesen des Schmerzes, des Begehrens und der Liebe schreiben. Christoph Schroder, Der Spiegel