Moderne Familienformen werfen im internationalen Privatrecht komplexe Fragen zur rechtlichen Zuordnung von Eltern und Kindern auf. Diese Studie untersucht, wie grenzuberschreitende Eltern-Kind-Verhaltnisse - etwa in Stiefkindkonstellationen, bei Adoption, Leihmutterschaft oder gleichgeschlechtlicher Elternschaft - rechtlich erfasst werden. Im Mittelpunkt steht ein deutsch-chinesischer Vergleich, der zentrale Unterschiede und strukturelle Parallelen beider Rechtsordnungen herausarbeitet. Anhand aktueller gesetzlicher Regelungen und Fallkonstellationen analysiert die Arbeit die Anknupfungs- und Anerkennungsmechanismen beider Lander und beleuchtet mogliche Wertungswiderspruche. Der Fokus liegt auf den Potenzialen und Grenzen des internationalen Privatrechts im Umgang mit pluralen Familienstrukturen.