In den vergangenen zwei Jahrzehnten haben die funf weltweit groten Digitalunternehmen eine Vielzahl von Akquisitionen vorgenommen, ohne dass ein Zusammenschluss von der Europaischen Kommission oder dem Bundeskartellamt im Rahmen der Fusionskontrolle untersagt worden ware. Ruckblickend werden zahlreiche dieser Transaktionen als wettbewerblich sehr problematisch eingestuft. Die Arbeit analysiert auf Grundlage der wettbewerbsokonomischen Besonderheiten digitaler Plattformmarkte sowie der spezifischen Erwerbsstrategien groer Digitalunternehmen die Eignung des SIEC-Tests im europaischen und deutschen Fusionskontrollrecht. Dabei werden Losungsansatze sowohl de lege lata als auch de lege ferenda erortert.