Seit der Jahrtausendwende wurde das (Literar-)Asthetische Lernen durch eine bildungspolitische Zasur in den Hintergrund gedrangt, doch nun gibt es Bestrebungen, dies wieder zu andern. Die breite Akzeptanz phanomenologischer Ansatze und damit die Aufwertung der Erfahrung im Unterschied zu einem regelgeleiteten Lernen, nimmt mittlerweile in der Fachdidaktik Deutsch einen festen Platz ein und interdisziplinare Ansatze, etwa Kooperationen mit der Kunstpadagogik, haben das Spektrum der asthetischen Dimensionen und didaktischen Zugange stark erweitert. Dieses ide-Heft bietet eine Zusammenfuhrung neuer Ideen im Bereich der literarasthetischen Erfahrung und stellt sowohl theoretische Grundlagen als auch intermediale Bezugsmoglichkeiten und konkrete Interpretations- und Unterrichtskonzepte zum Thema vor.