Die Studie zielt darauf ab, die Lucken in der strafrechtlichen Verantwortlichkeit fur den Schutz von Kulturgutern aufzuzeigen, was die Frage aufwirft, warum ein und dieselbe Straftat im Falle eines bewaffneten Konflikts als Verbrechen nach internationalem Recht gilt, aber nicht, wenn kein solcher Konflikt vorliegt. Die Zerstorung der Buddhas von Bamiyan im Jahr 2001 war einer der ersten Hinweise darauf, dass Angriffe auf Kulturguter nicht immer durch das Recht des bewaffneten Konflikts geregelt werden. Dieser Vorfall hat gezeigt, dass es auf internationaler Ebene eine Lucke gibt, wenn es um Straftaten gegen Kulturguter in Friedenszeiten geht.