Witzig, informativ oder gar zum Ohrwurm geworden, ist der Rundfunkwerbespot nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Bisher hat dieses wesentliche Element unserer Kommunikationsgesellschaft allerdings wenig Beachtung seitens der Linguisten gefunden. Die vorliegende Arbeit untersucht franzosische und deutsche Rundfunkwerbespots und geht besonders der Frage nach, ob man sie linguistisch als Texte betrachten kann. Die Analyse der prosodischen Strukturen lasst relativ homogene Einheiten erkennen, und die Stimmfuhrung der Ansager, die Pausen und die Betonung verschiedener Elemente lenken bereits die Aufmerksamkeit des Horers auf die Schlusselworter im Text, dessen Koharenz mittels Analyse der morphosyntaktischen und lexikalischen Verknupfungsstrategien untersucht wird. Die weiterfuhrende Beobachtung der lexematischen und semantischen Strukturen gibt Aufschlu uber Informations- und/oder Argumentationswert dieser 60-90 Worter umfassenden Werbetexte.