Bachelorarbeit aus dem Jahr 2022 im Fachbereich Gesundheit - Ernahrungswissenschaft, Note: 1,0, Universitat Wien, Sprache: Deutsch, Abstract: Ziel dieser Bachelorarbeit soll die Beantwortung der Frage sein, ob man durch die Ernahrung und Lebensstilfaktoren Krebserkrankungen vorbeugen kann oder ob bestimmte Ernahrungsformen einen positiven Effekt auf den Ausgang einer Tumorerkrankung haben konnen. Die Zahl der Krebsneuerkrankungen steigt stetig an. Obwohl sich die Uberlebenschancen und die Lebensqualitat von krebskranken Menschen in den letzten Jahren deutlich verbessert haben, bleibt Krebs die zweithaufigste Todesursache durch nicht ubertragbare Krankheiten. Trotz umfangreicher Forschung ist nicht endgultig bewiesen, was Krebs verursacht oder welche Behandlungen bei Krebserkrankungen wirksam sind. In der Bevolkerung ist das Wissen um die Zusammenhange zwischen Auslosung von Krebs und falscher Ernahrung kaum vorhanden. Eine wachsende Zahl an Beweisen zeigt, wie wichtig die Ernahrung bei der Tumorentstehung und -behandlung ist. Es gibt zahlreiche Faktoren, die die Entstehung von bosartigen Tumorerkrankungen begunstigen konnen. Laut World Health Organization zahlen Rauchen, Alkoholkonsum und falsche, ungesunde Ernahrung zu den haufigsten vermeidbaren Risikofaktoren. Zudem gibt es auch zahlreiche Schutzfaktoren in der Nahrung wie sekundare Pflanzenstoffe und Ballaststoffe, welche krebshemmende Eigenschaften besitzen. Im Laufe der Jahre wurden sogenannte Krebsdiaten immer popularer. Viele dieser Diaten liegen einer bestimmten Beobachtung zugrunde: der Warburg-Hypothese. Otto Warburg stellte bereits fest, dass sich Tumorzellen metabolisch von normalen Zellen unterscheiden. Wahrend normale Zellen in der Lage sind, Ketonkorper und Fettsauren als primare Energiequelle zu nutzen, decken Krebszellen ihren Energiebedarf hingegen primar durch Glykolyse und nicht durch oxidative Phosphorylierung. Nach heutiger Sicht gibt es fur keine dieser Diaten zuverlassig belegte klinische Beweise. Krebsdiaten gehen oft mit Nebenwirkungen wie Nahrstoffmangel und Muskelabbau einher. Positive Effekte wie die antitumorale Wirkung der ketogenen Diat mussen noch weitgehend erforscht werden.