Personelle Kontrolle ist bereits seit langem ein sehr fruchtbares Forschungsgebiet der Psychologie. So stellte Burger in seinem Buch "e;Desire for control"e; fest, dass zahlreiche psychologische Konstrukte mit Kontrolle zusammenhangen, sowohl wahrgenommener als auch erwunschter: Besonders interessant ist hierbei die illusionare Kontrollwahrnehmung, da sie jeglicher Rationalitat entbehrt. Personen nehmen falschlicherweise an, sie konnten ein unkontrollierbares Ereignis durch ihre eigenen Handlungen beeinflussen. Illusionare Kontrollwahrnehmung ist ein Phanomen, das in vielen alltaglichen Situationen auftritt. Eine subjektive Wahrnehmung der Kontrollierbarkeit von Situationen, auch wenn diese reell nicht gegeben ist, geht haufig mit psychischem Wohlbefinden einher. Negative Implikationen finden sich hingegen vor allem im Glucksspielbereich, indem illusionare Kontrollwahrnehmung zu exzessiverem Spielverhalten beitragt. Um das Phanomen der illusionaren Kontrollwahrnehmung fur praktische Interventionen - wie beispielsweise der Therapie der Spielsucht - nutzen zu konnen, soll diese Untersuchung zum besseren Verstandnis der Entstehungsmechanismen illusionarer Kontrollwahrnehmung und deren Korrelate beitragen. Die vorliegende Studie basiert auf der Untersuchung "e;Some determinantes of perceived control"e;. Auf diesem klassischen Experiment aufbauend soll der Einfluss der beiden unabhngigen Variablen Verursachung und Vorauswissen auf die erlebte illusionre Kontrollwahrnehmung untersucht werden. Zustzlich wird der Zusammenhang von illusionrer Kontrollwahrnehmung mit irrationalen berzeugungen, mit Kontrollmotivation sowie mit Depression untersucht.